Das neue Bischof-Leiprecht-Zentrum fördert Kommunikation und Umweltschutz. Der Künstler Alf Setzer hat eine besondere Kapelle kreiert.

Nach einer Bauzeit von etwas mehr als zwei Jahren feierte das Bischof-Leiprecht-Zentrum zu Beginn des Monats seine Einweihung. Dr. Clemens Stroppel, Generalvikar der Diözese Rottenburg-Stuttgart, erläutert den Anlass der Maßnahme wie folgt: „Das Gebäude Jahnstraße 30 zeigte besonders im älteren Ostflügel immer deutlichere Mängel hinsichtlich der Sanitär-, Elektro- und IT-Installationen sowie der Infrastruktur und der Energieeffizienz. Aber auch die Verhältnisse im jüngeren Westflügel zwangen zum Handeln.“

Kleinere Nutzfläche, mehr Arbeitsplätze in höherer Qualität

Im Zuge der Planung habe sich herausgestellt, dass die Anforderungen, die sich aus der angestrebten Barrierefreiheit, einem effizienten Raumkonzept und den Vorgaben des Brandschutzes ergaben, nur mit unverhältnismäßig hohen Aufwendungen hätten realisiert werden können. „Vor diesem Hintergrund entschieden wir uns seitens der Diözesanleitung in enger Abstimmung und mit Zustimmung des Diözesanrats und seines Bauausschusses, dass nur der Westflügel generalsaniert und der ältere Gebäudeteil, der Ostflügel, abgetragen und durch einen Neubau ersetzt werden sollte.“ Und das mit Erfolg: Auf einer kleineren Nutzfläche entstanden so mehr Arbeitsplätze in höherer Qualität. Zudem sei in der Jahnstraße 30 die Zusammenführung von Einrichtungen aus dem Dienstgebäude Stafflenbergstraße realisiert worden. So wurden das Religionspädagogische Institut Stuttgart mit Bibliothek im Erdgeschoss untergebracht sowie die Schuldekane und es wurde Platz für die „Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen“ geschaffen.

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 https://www.drs.de/ansicht/Artikel/viele-vorteile-vereint-6420.html

Bericht Katholisches Sonntagsblatt

Bericht Degerloch-Journal

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BLZ 30 Sanierung und Neubau

Seit Anfang 2017 wird an der Sanierung Bischof-Leiprecht-Zentrum, Jahnstr. 30, gearbeitet. Der Westflügel wird im Bestand saniert, der Ostflügel wurde abgebrochen und neu hochgezogen mit einer zusätzlichen Etage. Es entstehen neue Büros mit einer sogenannten Kombizone in der Mitte der Etagen. Ins Haus werden Ende des Jahres die 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Interrimsgebäude in Echterdingen zurückziehen. Im Frühjahr 2019 kommen die Einrichtungen aus der Stafflenbergstraße 46 dazu.

Energieeffizient und nachhaltig
Neu sind eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Neubaus, wo der so gewonnene Strom im Haus Verwendung findet. Erdpfähle liefern dem Haus als Geothermie kostengünstig und nachhaltig Wärme und Kühlung. An zwei E-Schnellladestationen lassen sich E-Autos zügig aufladen. LED-Lampen und Leuchten senken den Stromverbrauch im Haus erheblich. Das Bundesumweltministerium unterstützt die Innenbeleuchtung im bestehenden Westflügel im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative mit gut 43.000,- Euro, siehe unten.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium
seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen
leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten
ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten
Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute
Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes
vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen,
Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Pressemitteilung 2017